REZENSIONEN


Buchreview: Des Teufels Banker

Heute möchte ich das Buch "Des Teufels Banker" von Bradley Birkenfeld rezensieren.

 

Man kann es aus drei Perspektiven lesen: Erstens als Wirtschaftskrimi über den Fall des Schweizer Bankgeheimnis. Man erfährt interessante Details über die involvierten Banken und Institutionen sowie über die handelnden Personen.

 

Zweitens als Kampf David gegen Goliath, wobei der Whistleblower es nicht nur mit seinem ehemaligen Arbeitgeber zu tun bekommt, sondern ebenfalls mit den unterschiedlich gelagerten Interessen der verschiedenen Behörden in den USA, wie Justizministerium, IRS usw., die Aufklärung, Strafverfolgung und öffentliche Interessen ganz unterschiedlich interpretieren.

 

Drittens und wohl am interessantesten: Das Buch aus dem Blickwinkel Psychologie und Wertvorstellungen zu betrachten. Es prallen menschliche Schwächen aber auch Stärken aufeinander, es geht um Überzeugungen und Werte. Die Wandlung des Autors vom Saulus (Privatbanker, der seinen Kunden diskret die Steuervermeidung ermöglicht und daran glänzend verdient) zum Paulus (einem Whistleblower, der das System offenlegt, Namen nennt und sich daran nicht mehr beteiligt) wirft viele Fragen auf:

 

Was ist legal und was ist richtig? Wo und wann überschreitet man eine Grenze? Ist die Geschichte Birkenfelds glaubhaft und welche Verantwortung hat jeder Einzelne, der in großen Unternehmen arbeitet? Würde man selbst genauso handeln unter ähnlichen Umständen? Wie weiß man, ob man das Richtige tut, wenn man "gewisse Dinge" zur Sprache bringt und nach Klärung sucht?

 

Für mich ist es daher nicht verwunderlich, dass das Buch meines Wissens in den USA bisher unveröffentlicht ist, in der Schweiz eher negativ als weiterer Rachefeldzug aufgenommen wird, aber in Deutschland schon auf einer Bestsellerliste steht. Vielleicht bewirkt ja meine Rezension, dass noch mehr Leser es zur Hand nehmen und sich diesen unbequemen Fragen stellen, eben sich eine eigene Meinung bilden?

 


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Covacoros Bücherpaket Juni 2017

Das heutige Bücherpaket enthält zwei Klassiker und eine nicht mehr ganz taufrische Neuerscheinung. Die Bücher eint, dass Autoren und Interviewpartner sehr persönliche, individuelle An- und Einsichten zu Finanzen und zur Vermögensanlage preisgeben. An ihren Fehlern und Erfahrungen teilhaben zu können, ist sehr wertvoll und mindestens so wichtig, wie eine solide theoretische Basis auf diesem Gebiet. Deshalb möchte ich diese Bücher kurz vorstellen und meinen Lesern zur Lektüre empfehlen.

 


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Covacoros Bücherpaket April 2017

Heute im Schnelldurchgang drei Kurzvorstellungen von lesenswerten Büchern, die ich über Ostern im Urlaub gelesen habe. Heute garantiert börsenfrei, dafür sind erstaunliche Geschichten dabei!

 


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Buchreview: Vertreibung aus dem Paradies

Hans-Lothar Merten ist gelernter Bankkaufmann und studierter Betriebswirt. Er arbeitet als freier Publizist mit den Schwerpunkten Finanzen und Steuern seit mehr als 20 Jahren.

 

Im Finanzbuchverlag ist jetzt sein Buch "Vertreibung aus dem Paradies" erschienen, das sich mit der Geschichte und aktuellen Situation der Steueroasen auseinandersetzt.

 

Der Autor beschäftigt sich seit langem mit Themen wie Steuerflucht und Steueroasen. Während er früher Ratgeber schrieb, wie das Geschäft funktioniert, sind seine letzten Publikationen kritischer und nachdenk-licher geworden. Sind Steueroasen also ein Auslauf-modell? Ändert sich gerade alles zum Guten? Was kann man aus der Geschichte lernen?

 


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Buchreview: Schatz, ich habe den Index geschlagen!

Börsenbücher von Finanzbloggern sind ja gerade in Mode und sehr erfolgreich, wie zum Beispiel der Finanzwesir mit seinem Buch zu Vermögensaufbau mit ETFs demonstriert.

 

Daher beschäftige ich mich heute mit einem Buch von Christian Thiel, der den Blog Grossmutters Sparstrumpf betreibt, und sich mit der Auswahl von Einzelaktien und der Börse allgemein beschäftigt.

 

Der Titel Schatz, ich habe den Index geschlagen! ist dem erfahrenen Autor jedenfalls gut gelungen und was er selbst zum Buch zu sagen hat, findest Du übrigens, wenn Du dem obigen Link folgst.

 

Bist Du ein besonders kritischer Zeitgenosse oder willst einfach auf 2 A4-Seiten wissen, was in dem hellblauen Umschlag steckt, dann lies einfach weiter.

 


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Buchreview: High returns from low risk

Heute möchte ich das Buch "High returns from low risk" vorstellen, das vor kurzem im FinanzBuch Verlag erschienen ist.

 

Die Autoren sind Pim van Vliet und Jan de Koning. Pim van Vliet ist Gründer und Portfolio-Manager eines Investmentfonds bei Robeco, der global in Unternehmen nach der sogenannten "Low Volatility" Strategie investiert. Er ist zugleich Gastdozent an verschiedenen Universitäten und Verfasser einer Vielzahl finanzwissenschaftlicher Publikationen.

 

Sein Co-Autor ist ebenfalls bei Robeco tätig und bringt seine Erfahrungen ein, das Thema verständlich aufzubereiten. Denn er gibt zum Beispiel Seminare zur systematischen Auswahl von risikoarmen Aktien oder spricht auf Konferenzen zu normalen Anlegern und Beratern.

 

Herausgekommen ist ein flott lesbares Buch für Anleger, die ihr eigenes Aktienportfolio zusammenstellen wollen und einen systematischen Anlageprozess suchen. Dabei ist es in der Tat sehr gut gelungen, einen Kompromiss zwischen allgemeiner Erörterung und Überblick einerseits und ausreichender Detailtiefe bzw. Datenanalysen andererseits zu finden. Außerdem bleibt das Buch wohltuend bodenständig und realistisch. Dies äußert sich unter anderem darin, dass weder aktives noch passives Investieren in den Vordergrund gestellt werden, sondern es werden Vor- und Nachteile benannt. Auch will das Buch nicht die eine Strategie (Low Volatility) bzw. Marktanomalie vor alle anderen Strategien stellen, sondern strebt eine sinnvolle Synergie mit weiteren Faktoren wie zum Beispiel Value oder Momentum an. Für viele Anleger dürfte aber vor allem neu sein, dass man mit vermeintlich langweiligen, wenig riskanten Aktien auf lange Sicht sehr gute Ergebnisse erzielen kann und das Dogma mehr Rendite nur mit mehr Risiko zumindest einen Sternchentext verdient hat: wenn man es nicht besser weiß und umsetzt.

 


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Covacoros Bücherpaket Januar 2017

Heute wieder im Schnelldurchgang drei Kurzvorstellungen von lesenswerten Büchern für Einsteiger, Fortgeschrittene und Querdenker. Ich hoffe, Ihr konntet die Zeit um den Jahres-wechsel ebenfalls nutzen, das eine oder andere Buch zu lesen.

 


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Covacoros Bücherpaket Dezember 2016

Weihnachten steht vor der Tür und als Vielleser ist meine Wunschliste wieder mal viel zu lang und umfangreich geworden. Andererseits stehen da ein paar Bücher im Regal, die man erst beim zweiten oder dritten Lesen so richtig versteht und schätzen lernt, auf die man zu unterschiedlichen Zeiten auch wieder Lust bekommt, zu blättern, zu lesen, zu schmökern.

Also dachte ich mir, warum nicht einfach mal ein Bücherpaket für meine Leser packen und die nächste Rezension gibt es dann natürlich erst im Januar. Los geht's !

 


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Buchreview: Überrendite

Quelle: FinanzBuch Verlag
Quelle: FinanzBuch Verlag

Heute möchte ich das Buch Überrendite von Dr. Alexis Eisenhofer vorstellen, das vor kurzem im FinanzBuch Verlag München erschienen ist.

 

Interessant daran sind zwei Dinge: Es wurde nicht von einem Fondsmanager oder Finanzwissenschaftler verfaßt, sondern von einem Unternehmensvorstand, der an der Schnittstelle von Börse und Nachrichten tätig ist. Es ist daher weder Marketing noch bloße Theorie.

 

Andererseits stellt es den Anspruch auf, dass mit nur einer Stunde Lektüre eine Übersicht über den Stand der empirischen Kapitalmarktforschung erlangt werden kann, was Grundstein für jährlich 2 bis 3 Prozent Überrendite sein soll.

 

Im Buch wird es also um verschiedene, erfolgsversprechende Anlagestrategien genauso gehen, wie um ein besseres Verständnis, wie Märkte, institutionelle und private Anleger funktionieren und denken. Ist das dem Autor gelungen? Lesen Sie dazu meine Rezension!

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Buchreview: Die Bank. Das Geld. Der Staat.

Quelle: campus Verlag
Quelle: campus Verlag

Letzte Woche war es wieder so weit: Einige Notenbank-Sitzungen und Zinsentscheidungen standen an und die Finanzmärkte hielten den Atem an. 

 

Kaum lagen die Entscheidungen von BoJ und FED vor - nämlich nichts zu tun - ratterten die Ticker, Tweets und Titelseiten die Schlagzeilen herunter.

 

Artikel und Kommentare zur Notenbank- und Geldpolitik fehlen auf keiner Webseite und die meisten Autoren werden nicht müde zu betonen, wie außergewöhnlich die Situation ist (Negativzinsen), wie ausweglos (allerorten steigende Staatsverschuldung) und mancher sieht den großen Knall (kompletter Vertrauensverlust in unser Geldsystem) unmittelbar bevorstehen.

 

Das Sachbuch, welches ich heute vorstellen möchte, agiert jenseits dieser kurzlebigen News und wird auch keine Schlagzeilen produzieren. Es unternimmt stattdessen eine Zeitreise und ausführliche Analyse wie (Noten-) Bank, Geld und Staat über 200 Jahre am Beispiel Österreichs interagiert haben. Bevor sie jetzt abwinken, drei Argumente warum sie weiterlesen sollten:

 

So ist die erste Pointe, dass die Gründung einer Österreichischen Nationalbank beschlossen wurde, weil der Staat nach den Kriegen gegen Napoleon 1811 den Bankrott erklären mußte und mit 90%iger Geldentwertung konfrontiert war. Vertrauensbildung stand also damals ganz oben auf der Prioritätenliste. In der Folge waren drängende Fragen zu beantworten: Wie unabhängig vom Staat sollte man sein, wie mit der (Tages-) Politik umgehen, wie Krisen verhindern und den Geldwert stabil halten? Alles Fragen, die auch heute aktuell sind.

 

Zweitens stand Österreich in den folgenden 200 Jahren wiederholt im Brennpunkt der Weltpolitik und die Nationalbank, die bald wie eine Notenbank fungierte, ist deutlich älter als zum Beispiel die Reichs- bzw. Bundesbank (Gründung 1876) oder die FED (Gründung 1913). In ihrer langen Geschichte mangelt es daher nicht an Herausforderungen, Wandlungen, Konflikten und Überraschungen: neben zwei Weltkriegen, mehreren Bankenkrisen und einer Hyperinflation sehen wir auch die Entstehung und den Zerfall einer Währungsunion. Alles schon mal dagewesen, könnte man mit einem Seitenblick auf den Euro einwerfen.

 

Last but not least, sollten sie Fraktale und die Theorien Mandelbrots kennen, dessen Buch Fraktale und Finanzen erst kürzlich hier besprochen wurde. Manchmal erkennt man das große Ganze am Besten, wenn man den Blick auf einen kleinen Bestandteil richtet und diesen in allen Facetten und Details untersucht und versteht, zum Beispiel eben Österreich! Denn irgendwie ist das ganze System selbstähnlich in allen seinen Teilen, weil bestimmte Zusammenhänge und Interaktionen zwischen Bank, Geld und Staat immer wieder zu ähnlichen Ergebnissen führen.

 

In diesem Sinne: lesen sie weniger News und mehr (Geschichts-) Bücher, auch wenn es etwas anstrengender ist!

 


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Buchreview: Fraktale und Finanzen, Teil 2

Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 3.0

Im zweiten Teil des Buchreviews von "Fraktale und Finanzen" möchte ich bestimmte Kapitel ausführlicher vorstellen und die Kernthesen aus meiner Sicht zusammenfassen.

 

Ausgewählt habe ich drei Themenkomplexe:

 

1) Die Kritik der modernen Finanztheorie und ihrer Grundannahmen

 

2) Mandelbrots Gegenvorschlag:
ein multifraktales Modell zur Beschreibung der kritischen Merkmale von Finanzmärkten: Turbulenz bzw. Volatilität, fraktale d.h. selbstähnliche Kursmuster, wilde Kursausschläge und gleichzeitig langfristige Abhängigkeiten

 

3) Zehn ketzerische Gedanken zum Finanzsektor - wie funktionieren Finanzmärkte wirklich?

 

Meine Auswahl ist natürlich subjektiv und jede Zusammenfassung birgt das Risiko, zu stark zu verkürzen und zu vereinfachen. Trotzdem hoffe ich, dass meinem Artikel die Balance zwischen Information und Wertung gelingt, so dass er dazu beiträgt, Mandelbrots Gedanken wieder stärker zu diskutieren und dass er vielleicht neugierig auf dieses Buch macht.

 

Wer den ersten Teil bisher nicht gelesen hat, sollte das zuvor unbedingt nachholen !

 


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Buchreview: Fraktale und Finanzen, Teil 1

Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 3.0

"Unabhängigkeit ist ein grosse Tugend." - so beginnt das Buch Fraktale und Finanzen: Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin von Benoit B. Mandelbrot und Richard L. Hudson. 

 

Die folgenden knapp 400 Seiten enthalten zahlreiche brillante, unabhängige Gedanken und widersprechen populären Annahmen der modernen Finanztheorie. 

 

 

Während aber das Fraktal, welches den Namen Mandelbrots trägt, bekannt und unvergessen ist (ein Detail des sogenannten "Seepferdchens" bzw. der "Mandelbrot-Menge" zeigt das Bild), gilt dies ganz sicher nicht für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Finanzwissenschaft. Ich denke: definitiv eine Lücke, die es zu schließen gilt! Daher möchte ich die Kerngedanken des Buchs hier ausführlich vorstellen, denn es ist gerade jetzt lesenswert.

 


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Buchreview: Eiszeit in der Weltwirtschaft

 

Daniel Stelter, bekannt als Kolumnist der Wirtschaftswoche und des Manager Magazins, hat Ende Februar sein neues Buch veröffentlicht: "Eiszeit in der Weltwirtschaft".

 

Da ich die vorherigen Bücher bereits gelesen habe ("Die Krise ist vorbei ... macht Pause ... kommt erst richtig" zur Eurokrise sowie "Die Schulden im 21.Jahrhundert" eine Replik auf Thomas Pikettys Buch), war ich neugierig, welche neue Gedanken das Buch enthält und ob es Stelter gelingt, dem Untertitel gerecht zu werden.

 

Enthält das Buch wirklich belastbare, praktisch anwendbare Ratschläge, wie man sich besser vor den (geld-)politischen Unwägbarkeiten des 21.Jahrhunderts wappnen kann? 

 

 


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Buchreview: Die Woche, in der Jerome Kerviel beinahe das Weltfinanzsystem gesprengt hätte

Zur Finanzkrise 2007/08 sind bereits viele Bücher erschienen und auf mehr oder weniger Resonanz getroffen. Hugues Le Bret schildert ein Mosaiksteinchen, eine erste Erschütterung der Finanzmärkte Anfang 2008: die Affäre um den Trader Jerome Kerviel der Societe Generale. 

 

Sein Insider-Bericht wurde erst 2011 veröffentlicht, mehr als 3 Jahre später. Die Gründe dafür sind schnell benannt: er war zu dieser Zeit in der Vorstandsetage der Societe Generale tätig (Chef der Kommunikationsabteilung) und trat bei Erscheinen des Buches von seinem Posten bei Boursorama (französische Onlinebank) zurück. Außerdem wollte er laut eigenen Angaben zunächst den Ausgang des juristischen Nachspiels gegen Jerome Kerviel abwarten.  

 

 

Nicht zufällig ist auf dem Cover ein schwarzer Schwan abgebildet. Vor der Entdeckung Australiens glaubte man in der Alten Welt fest, dass Schwäne immer weiß seien. Seit dem gleichnamigen Bestseller von Nicolas Taleb steht dieses Bild stellvertretend für überraschende Ereignisse, für das unbekannte Unbekannte. Die konkrete Story des Buches ist daher sekundär, auch wenn es sehr interessant und spannend ist, wie ein Insider darüber minutiös berichtet. Wesentlicher sind die allgemeinen Fragen: wird es wieder passieren, kann man es verstehen und sich darauf vorbereiten? Und wie sollte man es "kommunizieren"?


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Buchreview: Das Geheimnis erfolgreicher Anleger

 

Joel Greenblatt hat bereits drei Bestseller zum Thema Börse veröffentlicht: "Auch Sie haben das Zeug zum Börsengenie" (1997), "Die Börsen-Zauberformel" (2006) und zuletzt "Das Geheimnis erfolgreicher Anleger" (2011).

 

Der heutige Review soll die wesentlichen Gedanken und Ideen zusammenfassen und stellt ebenfalls die von ihm ins Leben gerufenen Webseiten kurz vor.

 

Diese sind: 

https://www.magicformulainvesting.com

http://valueweightedindex.com/

 


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Buchreview: Reich werden und bleiben

"Reich werden und bleiben" - diese Art Titel kennen wir aus der angelsächsischen Literatur und mancher wird eher davon abgeschreckt als angezogen.

 

Das Buch von Rainer Zitelmann ist aber wohltuend anders: sprachlich und von der Herangehensweise.

 

Es ist erst 2015 im Finanzbuch-Verlag erschienen, kann also auf aktuelle Entwicklungen eingehen und diese berücksichtigen (zum Beispiel die Finanz- und Staatsschuldenkrise, die niedrigen Zinsen auf relativ sichere Anlageklassen).


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Buchreview: Die Herren des Geldes

"Die Herren des Geldes" ist ein mit dem Purlitzer Preis ausgezeichnetes Buch des amerikanischen Autors Liaquat Ahamed.

 

Auf Deutsch ist es 2010 im Finanzbuchverlag erschienen und trägt den Untertitel "Wie vier Bankiers die Weltwirtschaftskrise auslösten und die Welt in den Bankrott trieben". Es erzählt die Geschichte vom Beginn des 20. Jahrhunderts, dem Boom in den zwanziger Jahren und der folgenden, schweren Weltwirtschaftskrise bis schließlich zur Konferenz von Bretton Woods in 1944.

 

 

Der Autor hat sich interessanterweise entschieden, dies aus der Perspektive der Männer zu erzählen, die den vier wichtigsten Zentralbanken der Welt zur damaligen Zeit vorstanden: der Bank of England, der Banque de France, der Reichsbank und der Federal Reserve Bank of New York. Deshalb enthält das Buch neben den historischen Fakten und Hintergründen auch sehr viele biografische Details zu Montagu Norton, Emile Moreau, Hjalmar Schacht und Benjamin Strong. Entstanden ist mehr als ein Sachbuch: eine lebendige Geschichte mit tragischen Wendungen und erstaunlich vielen Parallelen zur aktuellen Situation.


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Alle guten Dinge sind drei - Biografien

Bisher habe ich auf meiner Webseite vor allem Sachbücher vorgestellt, so dass sich der Eine oder Andere vielleicht wundert, dass es heute um Biografien gehen soll. Auch ich war zunächst skeptisch, ob dieses Genre tatsächlich Wissen oder neue Erkenntnisse vermitteln kann, denn ich lese auch diese Art von Büchern weniger zur Unterhaltung, sondern eben auch mit dem Wunsch, ein paar gute Gedanken und Ideen zu finden und etwas "mitzunehmen". Die folgenden drei Beispiele kann ich aber uneingeschränkt empfehlen, vor allem für Investoren, die sich als Miteigentümer an Unternehmen sehen und für die es daher interessant ist, Geschäftsmodelle und Unternehmerpersönlichkeiten zu verstehen.


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Buchreview: Grundsätze soliden Investierens

"Grundsätze soliden Investierens - In zehn Schritten zu nachhaltigem Anlageerfolg" ist bereits 2008 im Gabler-Verlag erschienen.

 

Der Autor Hannes Peterreins ist seit 1998 als selbständiger Finanzdienstleister tätig und leitet eine Vermögensverwaltung in München. In meinem Blog habe ich schon mehrfach auf verschiedene lesenswerte Blog-Artikel von Dr.Peterreins verwiesen, darum war es für mich interessant, einmal nachzuschauen, welche Ratschläge er in seinem Buch zusammengefaßt hat.


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Buchreview: Die Kunst der Selbstausbeutung

"Seit Jahrhunderten träumen wir von selbstbestimmter Arbeit. Nun wird der Traum Wirklichkeit. Und entpuppt sich als Albtraum." Jakob Schrenk hat bereits 2007 sein Buch "Die Kunst der Selbstausbeutung" als Analyse der Arbeitswelt im 21. Jahrhundert vorgelegt.

 

Es hat nichts an Aktualität eingebüßt und unterscheidet sich wohltuend von der immer zahlreicher werdenden Ratgeberliteratur, denn es konzentriert sich auf die Bestandsaufnahme der Fakten und überläßt uns Lesern die kritische Auseinandersetzung damit.


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