REZENSIONEN


Covacoros Bücherpaket November 2017

Das Bücherpaket von November enthält drei Bücher, die unterschiedlicher nicht sein könnten und wie immer nur solche, die ich auch selbst gelesen habe.

 

Bereits hier ausführlich vorgestellt habe ich "Rauben und Spielen im Wohlfahrtsstaat" von Georg Möller, ein provokantes und beunruhigendes Buch. Hinzu kommt das autobiografisch angehauchte Werk von Rainer Zitelmann, in dem der Politikwissenschaftler, Lektor, PR-Berater und Immobilien-Investor von seinem turbulenten Leben, von Rückschlägen und Krisen berichtet. Das alles angereichert mit einer Prise Ratgeber und Persönlichkeits-Coaching.

 

Last but not least noch ernste Wissenschaft: Mervyn King - der Finanzwissenschaftler, nicht der Dartspieler - war lange Zeit Professor an der London School of Economics und in verschiedenen Positionen bei der Bank of England tätig, zuletzt als Gouverneur während der Finanzkrise. In seinem Buch versucht er den Befreiungsschlag. Als Brite tut er das besonders gründlich und stellt sich der "radikalen Ungewissheit".

 

Die drei Bücher eignen sich zum Selberlesen für lange graue Novembertage oder zum Verschenken für den weihnachtlichen Gabentisch gleichermaßen! Hier kommen meine Kurzvorstellungen.

 


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Buchreview: Rauben und spielen ...

Cover: Rauben und Spielen im Wohlfahrtsstaat - Covacoro-Buchrezension

im Wohlfahrtsstaat - so lautet der Titel eines ungewöhnlichen Buches, welches ich heute vorstellen will.

 

Auf knapp 230 Seiten nimmt der Autor, Georg Möller, kein Blatt vor den Mund. Er spricht aus, was kritische Zeitgenossen fühlen, vermuten oder bereits wissen: Wir sind mittendrin in der größten Schuldenblase aller Zeiten. Wir leben permanent über unsere Verhältnisse. Wir steuern auf einen Umbruch und Neustart unserer Gesellschaft zu!

 

Möller ist kein studierter Ökonom oder Volkswirtschaftler. Aber er ist belesen, kennt die Geschichte, kann querdenken und eins und eins zusammenzählen.

 

Seine Situationsanalyse ist detailliert und logisch nachvollziehbar. Trotzdem gelingt es, sie auf nur 40 Seiten zu verdichten. Daran scheitern viele Ökonomen, Politiker oder Autoren!

Aber Möller geht einen Schritt weiter: Er stellt und beantwortet die Frage, was er selbst tun würde, wie man "das Beste draus machen" kann. So wird das Buch zu einem Ratgeber.

 

In der Einleitung lesen wir: "Ratgeber schreiben, Menschen sagen, was sie denken, tun und lassen könnten; diese Besserwisserei riecht anmaßend. Ein Autor sollte die Finger davon lassen, wenn er gelesen werden will. Warum schreibe ich trotzdem dieses Buch?"

 

Und Möller antwortet: aus Verantwortung gegenüber der jungen Generation, sich selbst und seiner Familie. Man muss den Tatsachen ins Auge sehen, statt sie zu verdrängen und über Lösungen nachdenken, statt den Kopf in den Sand zu stecken.

 

"Vielleicht helfen Ihnen meine Gedanken, aus eigener Kraft ein unangefochtenes Leben zu führen." Dem füge ich hinzu: Hoffentlich findet das Buch zahlreiche Leser, die dadurch beginnen, kritischer nachzufragen und nachzudenken! Eben weil die Situation komplex und das Thema schwierig sind, kommen Möllers prägnanter Text und seine Kernaussagen zur rechten Zeit, auch wenn ich nicht in jeder Schlussfolgerung und jedem Detail zustimme.

 

Davon abgesehen: Ich habe die ersten beiden Teile ohne Abzusetzen in einem Rutsch gelesen. Der Text ist aus einem Guss, verständlich, prägnant, gut zu erfassen. Es macht tatsächlich Spass, den Gedankengängen des Autors zu folgen! Aber hier greife ich meinem Fazit ja schon vor. Vielleicht sollte ich wenigstens noch ein paar Details zum Inhalt liefern, oder ist ihre Neugier ohnehin geweckt?

 


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Buchreview: Die AT&S Story (II)

Cover: Die AT&S Story - Covacoro-Buchrezension

Heute veröffentliche ich den zweiten Teil meiner Buchbesprechung zum 2016 erschienenen Titel "Die AT&S Story" von Gerald Reischl. Im ersten Teil, den  man hier nachlesen kann, wurde die Entwicklung des Unternehmens bis zur Finanzkrise beschrieben, die insgesamt sehr erfolgreich verlaufen war.

 

Von 2005 bis 2008 können Jahr für Jahr neue Umsatz- und Gewinnrekorde erzielt werden. Auf dem Gebiet Handys und Digitalkameras erreicht man einen globalen Marktanteil von 14 Prozent. Auf europäischer Ebene sind es 14 bzw. 13 Prozent bei Leiterplatten für die Automobilindustrie bzw. Industriekunden, ein hoher Anteil in einem stark zersplitterten Markt. Der AT&S Konzern scheint bestens aufgestellt.

 

Mit der Finanzkrise Ende 2008 folgt dann aber eine Vollbremsung. Der Umsatz mit Leiterplatten bricht dramatisch ein: im Dezember beispielsweise um 35 Prozent. Hinzu kommt, dass die vorhandenen Geschäftsbereiche (Consumer, Automotive, Industrial) alle gleichzeitig betroffen sind und daher die Diversifizierung der Standorte auf verschiedene Branchen nichts nutzt. 

 

AT&S reagiert mit einem Sparprogramm: in Österreich verlieren mehr als 600 Mitarbeiter ihre Jobs, die Massenfertigung von HDI-Leiterplatten wird komplett nach Asien verlagert und die Kapazitäten deutlich verkleinert. Ebenso werden angrenzende Dienstleistungen wie Bestückung, Test, teilweise Design-Services eingestellt. An den internationalen Standorten muss ebenfalls gespart werden: im südkoreanischen Werk treffen die Entlassungen ein Fünftel der Belegschaft. In Indien wird der Bau des zweiten Werkes abgebrochen und Investitionen bis auf weiteres gestoppt. Am Standort Shanghai in China, zwischenzeitlich zum größten HDI-Werk der Welt herangewachsen, wird reorganisiert und die mittlerweile drei Werke werden zusammengelegt, größere Entlassungen können aber vermieden werden. 

 

Unter dem Strich bleiben in den Geschäftsjahren 2008/9 und 2009/10 trotzdem rote Zahlen. Das Minus belief sich auf 5,8 bzw. 37,6 Millionen Euro und fiel in Summe höher aus als der zuvor in 2007/8 erzielte Gewinn von 41,3 Millionen Euro. Wie sollte es bei AT&S weitergehen? Würde die "DNA des Erfolges" widerstandsfähig sein oder war das Unternehmen so stark geschwächt, dass es zurückfallen würde?

 


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Buchreview: Die AT&S Story (I)

Bereits 2016 erschien im Lindeverlag "Die AT&S Story" von Gerald Reischl, eine ausführliche Rezension fand ich aber nirgends. Daher holen wir das heute im Covacoro-Blog nach!

 

Unternehmens- und Wirtschaftsgeschichte kann sehr spannend sein, gilt es doch die Umbrüche bei Produkten und Technologie zu meistern. Wer die Bestseller über Amazon oder Apple gelesen hat, weiß ebenfalls wie entscheidend die Rolle des Top-Managements ist.

 

Bekannt wurden bisher vor allem die Erfolgs-geschichten amerikanischer Konzerne und ihrer CEOs. In den USA gibt es anscheinend einen viel größeren Kreis von Autoren, die sich damit beschäftigen, und Leserinteresse an ihren Büchern.

 

In Europa sind wir zwar stolz auf unseren Mittelstand und auf die vielen innovativen, "Hidden Champions" genannten Unternehmen. Sie behaupten sich auf dem Weltmarkt, auch wenn sie nie die Größe und Bekanntheit eines Konzerns wie Apple erreichen werden. Aber Bücher oder ausführliche Publikationen über sie gibt es kaum: Wertvolle Ideen und Praktiken gehen so verloren. 

 

Das Buch "Die AT&S Story" ist hier eine positive Ausnahme, da es der Historie eines zunächst kleinen österreichischen Unternehmens nachspürt und sich auch der Frage widmet, wer hier die prägenden Persönlichkeiten sind. Warum wurde das Unternehmen erfolgreich? Was kann man davon verallgemeinern?

  

Die Abkürzung AT&S steht im übrigen für Austria Technologie & Systemtechnik. Ein zunächst etwas sperriger Name, der den Unternehmenszweck nicht sofort preisgibt.

 

Die Technologie um die es geht, ist die Leiterplattenherstellung oder, wie es auch in Lehre und Wissenschaft bezeichnet wird, die Aufbau- und Verbindungstechnik für elektronische Bauelemente. Was sperrig klingt, beschäftigt sich mit sehr kleinen und feinen Strukturen im Nanometerbereich und ist Hightech pur. Leiterplatten in ihrer heutigen Perfektion ermöglichen immer leistungsfähigere und kleinere PCs, Smartphones oder Hörgeräte, stecken aber auch in Industrierobotern, Medizintechnik und vielen weiteren Produkten. 

 

AT&S gehört heute unzweifelhaft zu den weltweit führenden Leiterplatten-Herstellern. Das war nicht immer so, weshalb die Frage lautet: Wie ist das gelungen und was waren die Faktoren, die dazu beitrugen? 

 

Last but not least, stellt der Autor im Untertitel eine Behauptung auf: "Wie ein Unternehmen aus der Steiermark das digitale Zeitalter und die Zukunft mitgestaltet". Kann das Buch diesen Gedanken untermauern und vermitteln, wie man für die kommenden Herausforderungen aufgestellt ist? Wo geht die Entwicklung hin? Fragen über Fragen, genügend Stoff für ein ganzes Buch!

 

Also werfen wir doch einen Blick hinein und auf die Antworten, die es bereithält.

 


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Covacoros Bücherpaket August 2017

Das Bücherpaket von August enthält zwei Bücher, die ich über den Sommer gelesen habe und ein Buch, das schon länger im Bücherschrank bei mir steht. Es stellt gleichzeitig ein Kuriosum dar: die drei Titel ähneln sich bis auf ein paar Nuancen. Die Verlage (und Autoren?) wählen sie offenbar ausschließlich danach aus, was sich hoffentlich gut verkauft. Daher muss immer alles "einfach" sein und irgendwie "genial".

 

So betonen alle die leichte Verdaulichkeit des Sachbuchs, in einer Zeit der verkürzten Internet-News und Twitter-Botschaften, anstatt das Besondere zu würdigen und das ein Thema umfassend betrachtet wird. Manche Interessenten werden solche Titel sogar abschrecken hinter den Buchdeckel zu schauen! Das wäre bei diesen drei Büchern aber ein Fehler und daher stelle ich sie heute vor.

 


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Buchreview: Des Teufels Banker

Rezension des Buches "Des Teufels Banker" von Bradley Birkenfeld

Heute möchte ich das Buch "Des Teufels Banker" von Bradley Birkenfeld rezensieren.

 

Man kann es aus drei Perspektiven lesen: Erstens als Wirtschaftskrimi über den Fall des Schweizer Bankgeheimnis. Man erfährt interessante Details über die involvierten Banken und Institutionen sowie über die handelnden Personen.

 

Zweitens als Kampf David gegen Goliath, wobei der Whistleblower es nicht nur mit seinem ehemaligen Arbeitgeber zu tun bekommt, sondern ebenfalls mit den unterschiedlich gelagerten Interessen der verschiedenen Behörden in den USA, wie Justizministerium, IRS usw., die Aufklärung, Strafverfolgung und öffentliche Interessen ganz unterschiedlich interpretieren.

 

Drittens und wohl am interessantesten: Das Buch aus dem Blickwinkel Psychologie und Wertvorstellungen zu betrachten. Es prallen menschliche Schwächen aber auch Stärken aufeinander, es geht um Überzeugungen und Werte. Die Wandlung des Autors vom Saulus (Privatbanker, der seinen Kunden diskret die Steuervermeidung ermöglicht und daran glänzend verdient) zum Paulus (einem Whistleblower, der das System offenlegt, Namen nennt und sich daran nicht mehr beteiligt) wirft viele Fragen auf:

 

Was ist legal und was ist richtig? Wo und wann überschreitet man eine Grenze? Ist die Geschichte Birkenfelds glaubhaft und welche Verantwortung hat jeder Einzelne, der in großen Unternehmen arbeitet? Würde man selbst genauso handeln unter ähnlichen Umständen? Wie weiß man, ob man das Richtige tut, wenn man "gewisse Dinge" zur Sprache bringt und nach Klärung sucht?

 

Für mich ist es daher nicht verwunderlich, dass das Buch meines Wissens in den USA bisher unveröffentlicht ist, in der Schweiz eher negativ als weiterer Rachefeldzug aufgenommen wird, aber in Deutschland schon auf einer Bestsellerliste steht. Vielleicht bewirkt ja meine Rezension, dass noch mehr Leser es zur Hand nehmen und sich diesen unbequemen Fragen stellen, eben sich eine eigene Meinung bilden?

 


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Covacoros Bücherpaket Juni 2017

Das heutige Bücherpaket enthält zwei Klassiker und eine nicht mehr ganz taufrische Neuerscheinung. Die Bücher eint, dass Autoren und Interviewpartner sehr persönliche, individuelle An- und Einsichten zu Finanzen und zur Vermögensanlage preisgeben. An ihren Fehlern und Erfahrungen teilhaben zu können, ist sehr wertvoll und mindestens so wichtig, wie eine solide theoretische Basis auf diesem Gebiet. Deshalb möchte ich diese Bücher kurz vorstellen und meinen Lesern zur Lektüre empfehlen.

 


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Covacoros Bücherpaket April 2017

Heute im Schnelldurchgang drei Kurzvorstellungen von lesenswerten Büchern, die ich über Ostern im Urlaub gelesen habe. Heute garantiert börsenfrei, dafür sind erstaunliche Geschichten dabei!

 


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Buchreview: Vertreibung aus dem Paradies

Hans-Lothar Merten ist gelernter Bankkaufmann und studierter Betriebswirt. Er arbeitet als freier Publizist mit den Schwerpunkten Finanzen und Steuern seit mehr als 20 Jahren.

 

Im Finanzbuchverlag ist jetzt sein Buch "Vertreibung aus dem Paradies" erschienen, das sich mit der Geschichte und aktuellen Situation der Steueroasen auseinandersetzt.

 

Der Autor beschäftigt sich seit langem mit Themen wie Steuerflucht und Steueroasen. Während er früher Ratgeber schrieb, wie das Geschäft funktioniert, sind seine letzten Publikationen kritischer und nachdenk-licher geworden. Sind Steueroasen also ein Auslauf-modell? Ändert sich gerade alles zum Guten? Was kann man aus der Geschichte lernen?

 


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Buchreview: Schatz, ich habe den Index geschlagen!

Börsenbücher von Finanzbloggern sind ja gerade in Mode und sehr erfolgreich, wie zum Beispiel der Finanzwesir mit seinem Buch zu Vermögensaufbau mit ETFs demonstriert.

 

Daher beschäftige ich mich heute mit einem Buch von Christian Thiel, der den Blog Grossmutters Sparstrumpf betreibt, und sich mit der Auswahl von Einzelaktien und der Börse allgemein beschäftigt.

 

Der Titel Schatz, ich habe den Index geschlagen! ist dem erfahrenen Autor jedenfalls gut gelungen und was er selbst zum Buch zu sagen hat, findest Du übrigens, wenn Du dem obigen Link folgst.

 

Bist Du ein besonders kritischer Zeitgenosse oder willst einfach auf 2 A4-Seiten wissen, was in dem hellblauen Umschlag steckt, dann lies einfach weiter.

 


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Buchreview: High returns from low risk

Heute möchte ich das Buch "High returns from low risk" vorstellen, das vor kurzem im FinanzBuch Verlag erschienen ist.

 

Die Autoren sind Pim van Vliet und Jan de Koning. Pim van Vliet ist Gründer und Portfolio-Manager eines Investmentfonds bei Robeco, der global in Unternehmen nach der sogenannten "Low Volatility" Strategie investiert. Er ist zugleich Gastdozent an verschiedenen Universitäten und Verfasser einer Vielzahl finanzwissenschaftlicher Publikationen.

 

Sein Co-Autor ist ebenfalls bei Robeco tätig und bringt seine Erfahrungen ein, das Thema verständlich aufzubereiten. Denn er gibt zum Beispiel Seminare zur systematischen Auswahl von risikoarmen Aktien oder spricht auf Konferenzen zu normalen Anlegern und Beratern.

 

Herausgekommen ist ein flott lesbares Buch für Anleger, die ihr eigenes Aktienportfolio zusammenstellen wollen und einen systematischen Anlageprozess suchen. Dabei ist es in der Tat sehr gut gelungen, einen Kompromiss zwischen allgemeiner Erörterung und Überblick einerseits und ausreichender Detailtiefe bzw. Datenanalysen andererseits zu finden. Außerdem bleibt das Buch wohltuend bodenständig und realistisch. Dies äußert sich unter anderem darin, dass weder aktives noch passives Investieren in den Vordergrund gestellt werden, sondern es werden Vor- und Nachteile benannt. Auch will das Buch nicht die eine Strategie (Low Volatility) bzw. Marktanomalie vor alle anderen Strategien stellen, sondern strebt eine sinnvolle Synergie mit weiteren Faktoren wie zum Beispiel Value oder Momentum an. Für viele Anleger dürfte aber vor allem neu sein, dass man mit vermeintlich langweiligen, wenig riskanten Aktien auf lange Sicht sehr gute Ergebnisse erzielen kann und das Dogma mehr Rendite nur mit mehr Risiko zumindest einen Sternchentext verdient hat: wenn man es nicht besser weiß und umsetzt.

 


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Covacoros Bücherpaket Januar 2017

Heute wieder im Schnelldurchgang drei Kurzvorstellungen von lesenswerten Büchern für Einsteiger, Fortgeschrittene und Querdenker. Ich hoffe, Ihr konntet die Zeit um den Jahres-wechsel ebenfalls nutzen, das eine oder andere Buch zu lesen.

 


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Covacoros Bücherpaket Dezember 2016

Weihnachten steht vor der Tür und als Vielleser ist meine Wunschliste wieder mal viel zu lang und umfangreich geworden. Andererseits stehen da ein paar Bücher im Regal, die man erst beim zweiten oder dritten Lesen so richtig versteht und schätzen lernt, auf die man zu unterschiedlichen Zeiten auch wieder Lust bekommt, zu blättern, zu lesen, zu schmökern.

Also dachte ich mir, warum nicht einfach mal ein Bücherpaket für meine Leser packen und die nächste Rezension gibt es dann natürlich erst im Januar. Los geht's !

 


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Buchreview: Überrendite

Quelle: FinanzBuch Verlag
Quelle: FinanzBuch Verlag

Heute möchte ich das Buch Überrendite von Dr. Alexis Eisenhofer vorstellen, das vor kurzem im FinanzBuch Verlag München erschienen ist.

 

Interessant daran sind zwei Dinge: Es wurde nicht von einem Fondsmanager oder Finanzwissenschaftler verfaßt, sondern von einem Unternehmensvorstand, der an der Schnittstelle von Börse und Nachrichten tätig ist. Es ist daher weder Marketing noch bloße Theorie.

 

Andererseits stellt es den Anspruch auf, dass mit nur einer Stunde Lektüre eine Übersicht über den Stand der empirischen Kapitalmarktforschung erlangt werden kann, was Grundstein für jährlich 2 bis 3 Prozent Überrendite sein soll.

 

Im Buch wird es also um verschiedene, erfolgsversprechende Anlagestrategien genauso gehen, wie um ein besseres Verständnis, wie Märkte, institutionelle und private Anleger funktionieren und denken. Ist das dem Autor gelungen? Lesen Sie dazu meine Rezension!

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Buchreview: Die Bank. Das Geld. Der Staat.

Quelle: campus Verlag
Quelle: campus Verlag

Letzte Woche war es wieder so weit: Einige Notenbank-Sitzungen und Zinsentscheidungen standen an und die Finanzmärkte hielten den Atem an. 

 

Kaum lagen die Entscheidungen von BoJ und FED vor - nämlich nichts zu tun - ratterten die Ticker, Tweets und Titelseiten die Schlagzeilen herunter.

 

Artikel und Kommentare zur Notenbank- und Geldpolitik fehlen auf keiner Webseite und die meisten Autoren werden nicht müde zu betonen, wie außergewöhnlich die Situation ist (Negativzinsen), wie ausweglos (allerorten steigende Staatsverschuldung) und mancher sieht den großen Knall (kompletter Vertrauensverlust in unser Geldsystem) unmittelbar bevorstehen.

 

Das Sachbuch, welches ich heute vorstellen möchte, agiert jenseits dieser kurzlebigen News und wird auch keine Schlagzeilen produzieren. Es unternimmt stattdessen eine Zeitreise und ausführliche Analyse wie (Noten-) Bank, Geld und Staat über 200 Jahre am Beispiel Österreichs interagiert haben. Bevor sie jetzt abwinken, drei Argumente warum sie weiterlesen sollten:

 

So ist die erste Pointe, dass die Gründung einer Österreichischen Nationalbank beschlossen wurde, weil der Staat nach den Kriegen gegen Napoleon 1811 den Bankrott erklären mußte und mit 90%iger Geldentwertung konfrontiert war. Vertrauensbildung stand also damals ganz oben auf der Prioritätenliste. In der Folge waren drängende Fragen zu beantworten: Wie unabhängig vom Staat sollte man sein, wie mit der (Tages-) Politik umgehen, wie Krisen verhindern und den Geldwert stabil halten? Alles Fragen, die auch heute aktuell sind.

 

Zweitens stand Österreich in den folgenden 200 Jahren wiederholt im Brennpunkt der Weltpolitik und die Nationalbank, die bald wie eine Notenbank fungierte, ist deutlich älter als zum Beispiel die Reichs- bzw. Bundesbank (Gründung 1876) oder die FED (Gründung 1913). In ihrer langen Geschichte mangelt es daher nicht an Herausforderungen, Wandlungen, Konflikten und Überraschungen: neben zwei Weltkriegen, mehreren Bankenkrisen und einer Hyperinflation sehen wir auch die Entstehung und den Zerfall einer Währungsunion. Alles schon mal dagewesen, könnte man mit einem Seitenblick auf den Euro einwerfen.

 

Last but not least, sollten sie Fraktale und die Theorien Mandelbrots kennen, dessen Buch Fraktale und Finanzen erst kürzlich hier besprochen wurde. Manchmal erkennt man das große Ganze am Besten, wenn man den Blick auf einen kleinen Bestandteil richtet und diesen in allen Facetten und Details untersucht und versteht, zum Beispiel eben Österreich! Denn irgendwie ist das ganze System selbstähnlich in allen seinen Teilen, weil bestimmte Zusammenhänge und Interaktionen zwischen Bank, Geld und Staat immer wieder zu ähnlichen Ergebnissen führen.

 

In diesem Sinne: lesen sie weniger News und mehr (Geschichts-) Bücher, auch wenn es etwas anstrengender ist!

 


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Buchreview: Fraktale und Finanzen, Teil 2

Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 3.0

Im zweiten Teil des Buchreviews von "Fraktale und Finanzen" möchte ich bestimmte Kapitel ausführlicher vorstellen und die Kernthesen aus meiner Sicht zusammenfassen.

 

Ausgewählt habe ich drei Themenkomplexe:

 

1) Die Kritik der modernen Finanztheorie und ihrer Grundannahmen

 

2) Mandelbrots Gegenvorschlag:
ein multifraktales Modell zur Beschreibung der kritischen Merkmale von Finanzmärkten: Turbulenz bzw. Volatilität, fraktale d.h. selbstähnliche Kursmuster, wilde Kursausschläge und gleichzeitig langfristige Abhängigkeiten

 

3) Zehn ketzerische Gedanken zum Finanzsektor - wie funktionieren Finanzmärkte wirklich?

 

Meine Auswahl ist natürlich subjektiv und jede Zusammenfassung birgt das Risiko, zu stark zu verkürzen und zu vereinfachen. Trotzdem hoffe ich, dass meinem Artikel die Balance zwischen Information und Wertung gelingt, so dass er dazu beiträgt, Mandelbrots Gedanken wieder stärker zu diskutieren und dass er vielleicht neugierig auf dieses Buch macht.

 

Wer den ersten Teil bisher nicht gelesen hat, sollte das zuvor unbedingt nachholen !

 


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Buchreview: Fraktale und Finanzen, Teil 1

Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia, CC BY-SA 3.0

"Unabhängigkeit ist ein grosse Tugend." - so beginnt das Buch Fraktale und Finanzen: Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin von Benoit B. Mandelbrot und Richard L. Hudson. 

 

Die folgenden knapp 400 Seiten enthalten zahlreiche brillante, unabhängige Gedanken und widersprechen populären Annahmen der modernen Finanztheorie. 

 

 

Während aber das Fraktal, welches den Namen Mandelbrots trägt, bekannt und unvergessen ist (ein Detail des sogenannten "Seepferdchens" bzw. der "Mandelbrot-Menge" zeigt das Bild), gilt dies ganz sicher nicht für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Finanzwissenschaft. Ich denke: definitiv eine Lücke, die es zu schließen gilt! Daher möchte ich die Kerngedanken des Buchs hier ausführlich vorstellen, denn es ist gerade jetzt lesenswert.

 


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Buchreview: Eiszeit in der Weltwirtschaft

 

Daniel Stelter, bekannt als Kolumnist der Wirtschaftswoche und des Manager Magazins, hat Ende Februar sein neues Buch veröffentlicht: "Eiszeit in der Weltwirtschaft".

 

Da ich die vorherigen Bücher bereits gelesen habe ("Die Krise ist vorbei ... macht Pause ... kommt erst richtig" zur Eurokrise sowie "Die Schulden im 21.Jahrhundert" eine Replik auf Thomas Pikettys Buch), war ich neugierig, welche neue Gedanken das Buch enthält und ob es Stelter gelingt, dem Untertitel gerecht zu werden.

 

Enthält das Buch wirklich belastbare, praktisch anwendbare Ratschläge, wie man sich besser vor den (geld-)politischen Unwägbarkeiten des 21.Jahrhunderts wappnen kann? 

 

 


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Buchreview: Die Woche, in der Jerome Kerviel beinahe das Weltfinanzsystem gesprengt hätte

Zur Finanzkrise 2007/08 sind bereits viele Bücher erschienen und auf mehr oder weniger Resonanz getroffen. Hugues Le Bret schildert ein Mosaiksteinchen, eine erste Erschütterung der Finanzmärkte Anfang 2008: die Affäre um den Trader Jerome Kerviel der Societe Generale. 

 

Sein Insider-Bericht wurde erst 2011 veröffentlicht, mehr als 3 Jahre später. Die Gründe dafür sind schnell benannt: er war zu dieser Zeit in der Vorstandsetage der Societe Generale tätig (Chef der Kommunikationsabteilung) und trat bei Erscheinen des Buches von seinem Posten bei Boursorama (französische Onlinebank) zurück. Außerdem wollte er laut eigenen Angaben zunächst den Ausgang des juristischen Nachspiels gegen Jerome Kerviel abwarten.  

 

 

Nicht zufällig ist auf dem Cover ein schwarzer Schwan abgebildet. Vor der Entdeckung Australiens glaubte man in der Alten Welt fest, dass Schwäne immer weiß seien. Seit dem gleichnamigen Bestseller von Nicolas Taleb steht dieses Bild stellvertretend für überraschende Ereignisse, für das unbekannte Unbekannte. Die konkrete Story des Buches ist daher sekundär, auch wenn es sehr interessant und spannend ist, wie ein Insider darüber minutiös berichtet. Wesentlicher sind die allgemeinen Fragen: wird es wieder passieren, kann man es verstehen und sich darauf vorbereiten? Und wie sollte man es "kommunizieren"?


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Buchreview: Das Geheimnis erfolgreicher Anleger

 

Joel Greenblatt hat bereits drei Bestseller zum Thema Börse veröffentlicht: "Auch Sie haben das Zeug zum Börsengenie" (1997), "Die Börsen-Zauberformel" (2006) und zuletzt "Das Geheimnis erfolgreicher Anleger" (2011).

 

Der heutige Review soll die wesentlichen Gedanken und Ideen zusammenfassen und stellt ebenfalls die von ihm ins Leben gerufenen Webseiten kurz vor.

 

Diese sind: 

https://www.magicformulainvesting.com

http://valueweightedindex.com/

 


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