3+1=5 - der andere Wochenrückblick KW14/16

Der COVACORO-Wochenrückblick: nach Ostern und einer Urlaubspause geht es nun weiter im Covacoro-Blog. Heute zunächst der Wochenrückblick mit einer kleinen Auswahl an Artikeln, die mir im Web aufgefallen sind. Demnächst einige Artikel zum Thema Wikifolio, zu interessanten Büchern und kontroverse Ansichten zu ETFs und Altersvorsorge.


 

Wer hat am Schluß den schwarzen Peter fragt der Blog Never mind the markets. Ich würde antworten: wer sich nicht selbst um seine Geldanlage kümmert und bereit ist, eigene Gedanken und Geduld zu investieren. Tobias Straumann sieht die EZB bzw. die Notenbanken allgemein als die Verlierer des Spiels, die gegen die Politik nicht ankommen. Als 2009 die Finanzkrise in vollem Gange war, äußerten nur Wenige die Ansicht, dass wir auch in Europa und USA ein japanisches Szenario bekommen könnten (niedriges Wachstum, anhaltend niedrige Zinsen und Inflation über einen langen Zeitraum). Es sieht mittlerweile danach aus! 

 


 

Auch Daniel Stelter vom Blog Beyond the obvious beschäftigt sich mit dem japanischen Szenario. Im verlinkten Artikel betont er: wir können froh sein, wenn es uns so ergeht wie den Japanern. Ich habe vor einem Jahr das Land besucht (mein Reisebericht ist hier zu finden) und teile Stelter's Einschätzungen in vieler Hinsicht. Die Wirkung der Demografie (Überalterung) wird, da es ein schleichender Prozeß ist, unterschätzt und wir haben nicht aus den Fehlern, die in Japan gemacht wurden, gelernt. Der ausführliche Artikel ist lesens- und bedenkenswert!


 

Der dritte Artikel im Bunde wurde auf dem Blog Plusvisionen veröffentlicht und beschäftigt sich mit dem Tankan-Bericht: Keiner säuft in Japan - und der Nikkei? lautet der Titel und damit ist klar worum es geht: trotz billigem Geld, kommen weder Konsum noch Konjunktur in Gang und Japan droht erneut das Abrutschen in eine Rezession. Die Stimmung ist so schlecht, wie seit drei Jahren nicht mehr. Und trotzdem beginnt der Yen gerade zu steigen, vielleicht doch kein so schlechter Zeitpunkt für ein Investment in Japan?


 

 Last but not least ein Artikel (aus 2012, jetzt erneut veröffentlicht) von Michael Kissig nach dem Geschmack eines Value-Anlegers, sprich eine Meinung die ich vorbehaltlos teile und der den Blick weg von den makroökonomischen Krisen, Problemen und Unwägbarkeiten lenkt: Kaufe das Unternehmen, nicht die Aktie

 

Viele belächeln diese einfache Weisheit und sind sich dann unsicher, was zu tun ist, wenn der Preis einer Aktie fällt oder es am gesamten Markt turbulent zugeht. Wenn ich aber Unternehmens-beteiligungen im Depot habe und nicht nur Lotteriescheine um auf höhere Kurse zu wetten, sind Emotionen und Psychologie nicht länger eine Gefahr für den langfristigen Erfolg! 

 

 

 

Erfolgreiche Investments wünscht

Covacoro

 


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Kommentare: 1
  • #1

    Covacoro (Sonntag, 10 April 2016 15:43)

    Ein Artikel, der sehr gut zu dieser Serie paßt:
    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/japan-sieht-sich-seiner-illusionen-beraubt/story/29690388