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Covacoros Bücherpaket November 2017

Das Bücherpaket von November enthält drei Bücher, die unterschiedlicher nicht sein könnten und wie immer nur solche, die ich auch selbst gelesen habe.

 

Bereits hier ausführlich vorgestellt habe ich "Rauben und Spielen im Wohlfahrtsstaat" von Georg Möller, ein provokantes und beunruhigendes Buch. Hinzu kommt das autobiografisch angehauchte Werk von Rainer Zitelmann, in dem der Politikwissenschaftler, Lektor, PR-Berater und Immobilien-Investor von seinem turbulenten Leben, von Rückschlägen und Krisen berichtet. Das alles angereichert mit einer Prise Ratgeber und Persönlichkeits-Coaching.

 

Last but not least noch ernste Wissenschaft: Mervyn King - der Finanzwissenschaftler, nicht der Dartspieler - war lange Zeit Professor an der London School of Economics und in verschiedenen Positionen bei der Bank of England tätig, zuletzt als Gouverneur während der Finanzkrise. In seinem Buch versucht er den Befreiungsschlag. Als Brite tut er das besonders gründlich und stellt sich der "radikalen Ungewissheit".

 

Die drei Bücher eignen sich zum Selberlesen für lange graue Novembertage oder zum Verschenken für den weihnachtlichen Gabentisch gleichermaßen! Hier kommen meine Kurzvorstellungen.

 


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Erfolgreich investieren - drei unbequeme Ratschläge

Welche Fähigkeiten benötigt man, um erfolgreich aktiv zu investieren?

So zahlreich wie Sand in der Wüste sind Artikel, wie man erfolgreich investieren kann.

 

Wirklich nützliche Texte sind aber so selten wie Oasen. Zu oft wird Erfolg ausschliesslich mit dem Erzielen einer hohen Rendite gleichgesetzt.

 

Dabei bezeichnet Erfolg doch das Erreichen selbst gesetzter Ziele.

 

Mein Maßstab für erfolgreiches Investieren ist daher vieldimensionaler, meine Ziele sind vielschichtiger. Die drei Ratschläge für Investoren, die ich heute vorstellen will, erscheinen auf  den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich. Für manchen sind sie unbequem, für manchen haben sie nichts mit Investieren zu tun.

 

Aber im Gegensatz zur beliebten Grundsatz-Diskussion, ob eine aktive Anlagestrategie der sogenannten passiven Anlagestrategie über- oder unterlegen ist, lohnt es sich wirklich darüber nachzudenken. Denn jedes erfolgreiche Investieren beherzigt Konzepte, die auch im privaten und beruflichen Leben gültig und nützlich sind.

 


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Rückspiegel 10/17

Ist es Zeit dem Markt den Rücken zu kehren? (Bild: Kirchentür, Quelle: pixabay.com)

Der letzte Rückspiegel-Artikel im August handelte von Howard Marks Warnung vorsichtiger zu werden, einer konträren, weil positiven Einschätzung zu Europa von Magnus Pirovino und last but not least von der Beobachtung, dass gutes Investieren oft langweilig ist. Zwei Monate später wachsen die Hochhäuser weiter in den Himmel: DAX über 13000 und S&P500 über 2500 Punkte.

 

 

Wenig verwunderlich, dass sich nun zahlreiche Kommentatoren mit der Frage beschäftigen, wie lange die Börsen-Hausse noch weitergehen kann. Je nach Gusto wird die letzte Marktkorrektur dabei auf 2008/09 gelegt oder auf 2011 (Euro-Krise).

 

Nüchtern könnte man vielleicht anmerken, dass Warnungen meist am Beginn einer Rallye zu lesen sind und nicht an deren Ende! Werfen wir also einen raschen Blick in den Rückspiegel für Oktober und konzentrieren uns danach umgehend auf das, was wir beeinflussen können.

 


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Buchreview: Rauben und spielen ...

Cover: Rauben und Spielen im Wohlfahrtsstaat - Covacoro-Buchrezension

im Wohlfahrtsstaat - so lautet der Titel eines ungewöhnlichen Buches, welches ich heute vorstellen will.

 

Auf knapp 230 Seiten nimmt der Autor, Georg Möller, kein Blatt vor den Mund. Er spricht aus, was kritische Zeitgenossen fühlen, vermuten oder bereits wissen: Wir sind mittendrin in der größten Schuldenblase aller Zeiten. Wir leben permanent über unsere Verhältnisse. Wir steuern auf einen Umbruch und Neustart unserer Gesellschaft zu!

 

Möller ist kein studierter Ökonom oder Volkswirtschaftler. Aber er ist belesen, kennt die Geschichte, kann querdenken und eins und eins zusammenzählen.

 

Seine Situationsanalyse ist detailliert und logisch nachvollziehbar. Trotzdem gelingt es, sie auf nur 40 Seiten zu verdichten. Daran scheitern viele Ökonomen, Politiker oder Autoren!

Aber Möller geht einen Schritt weiter: Er stellt und beantwortet die Frage, was er selbst tun würde, wie man "das Beste draus machen" kann. So wird das Buch zu einem Ratgeber.

 

In der Einleitung lesen wir: "Ratgeber schreiben, Menschen sagen, was sie denken, tun und lassen könnten; diese Besserwisserei riecht anmaßend. Ein Autor sollte die Finger davon lassen, wenn er gelesen werden will. Warum schreibe ich trotzdem dieses Buch?"

 

Und Möller antwortet: aus Verantwortung gegenüber der jungen Generation, sich selbst und seiner Familie. Man muss den Tatsachen ins Auge sehen, statt sie zu verdrängen und über Lösungen nachdenken, statt den Kopf in den Sand zu stecken.

 

"Vielleicht helfen Ihnen meine Gedanken, aus eigener Kraft ein unangefochtenes Leben zu führen." Dem füge ich hinzu: Hoffentlich findet das Buch zahlreiche Leser, die dadurch beginnen, kritischer nachzufragen und nachzudenken! Eben weil die Situation komplex und das Thema schwierig sind, kommen Möllers prägnanter Text und seine Kernaussagen zur rechten Zeit, auch wenn ich nicht in jeder Schlussfolgerung und jedem Detail zustimme.

 

Davon abgesehen: Ich habe die ersten beiden Teile ohne Abzusetzen in einem Rutsch gelesen. Der Text ist aus einem Guss, verständlich, prägnant, gut zu erfassen. Es macht tatsächlich Spass, den Gedankengängen des Autors zu folgen! Aber hier greife ich meinem Fazit ja schon vor. Vielleicht sollte ich wenigstens noch ein paar Details zum Inhalt liefern, oder ist ihre Neugier ohnehin geweckt?

 


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Wikifolio-Auswertung Q3/2017

Covacoro Wikifolio: Analyse des Q3/2017

Das dritte Quartal liegt hinter uns und heute möchte ich die wesentlichen Kennzahlen meines Covacoro-Wikifolios wieder zusammenfassen.

 

Das Depot konnte im Juli, August und September zulegen, konkret um 3.0, 0.4 und 2.4 Prozent. Ende September stand ein Jahresplus von 15 Prozent zu Buche.

 

 

Damit ist auch die Short-Attacke auf Aurelius, die im ersten Quartal noch Performance kostete, ausgebügelt. Auch im Vergleich zu meinen Benchmarks steht das Portfolio momentan sehr gut da. Aber schauen wir doch genauer hin!

 


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Wo steht die deutsche Finanzblogszene?

Transparenz über die Motive von Finanz- und Börsenblogs - eine Standortbestimmung

In den letzten zwei bis drei Jahren ist ein regelrechter Boom bei deutschsprachigen Blogs zu Finanzthemen zu beobachten. Ob Aktien, ETFs, Bitcoins, P2P-Kredite, Immobilien - zu jedem Thema findet man unzählige Webseiten, Blogs, Facebook-Gruppen und Youtube-Kanäle.

 

Allen gemeinsam: es war und ist scheinbar einfach, damit Geld zu verdienen.

 

Engagierte Autoren veröffentlichen und teilen ihre Erfahrungen, Meinungen, Kenntnisse und Glaubenssätze meist kostenfrei. Die Mittel und Wege dazu beherrschen die "Digital Natives". Oder diese Dinge wurden zuletzt so einfach bedienbar, das auch ältere Semester den Sprung zur eigenen Webseite gewagt haben. :-)

 

Heraus kommt ein bunter Mix an mehr oder minder hochwertigen Informationen, der aus verschiedensten Motiven und Interessen heraus publiziert wird: um in Austausch zu treten, um Finanzwissen weiterzugeben oder um selbst ein besserer Investor zu werden. Oder auch: um eine Marke aufzubauen und Produkte zu verkaufen.

 

Es gibt mittlerweile reichweitenstarke Blogs und Youtube-Kanäle, die sich zu Verkaufs- und Marketingplattformen wandeln bzw. weiterentwickeln: Google-Werbung, Affiliate-Programme, Sponsoring, kostenpflichtige Bücher oder Seminare sind Beispiele für genutzte Instrumente und erwerbbare Produkte. Und es gibt Leser und Kunden, die gerne bereit sind, für den gebotenen Nutzen und das Produkt zu zahlen. Das ist vollkommen in Ordnung. Und es gibt Leser und Konsumenten, die nicht wissen, dass sie etwas zahlen, weil sie denken, im Internet ist immer alles kostenlos. Diese sollten sich besser informieren!

 

Dieser Status ist aber manchem Leser und Blogger bereits ein Dorn im Auge. So gab es beispielsweise im März 2017 einen Aufruf von Stefan Meisel zu mehr Transparenz unter Finanzbloggern und im August eine Blogparade Wir machen uns alle nackig. Kern beider Aktionen war, eine gewisse Transparenz und einen Nachweis von Können von den Bloggern einzufordern, getreu dem Motto: "Wer bist Du denn, dass Du mir hier etwas über Finanzen erzählen willst?"

 

So berechtigt das Ansinnen ist, die abgefragten Punkte und Kriterien griffen zu kurz: Sparquoten, Portfolio-Zusammensetzung oder erzielte Renditen. Das ist nicht viel besser und wenig nützlicher als eine Fonds-Rangliste in der Stiftung Finanztest, oder ein Track-Record eines Fondsmanagers oder ein Nachweis getätigter Aktieninvestitionen von einem Bankkaufmann zu erfragen. Gute Beratung und wirklich nützliche Ratschläge sind soviel mehr! (Siehe auch den Artikel: Schaue bewußt über den Tellerrand.)

 

Aus meiner Sicht sind es doch die folgenden Kernfragen, die man stellen muss:

  1. Wo steht die deutsche Finanzblogszene im Jahr 2017 und wie grenzt sie sich (noch) von den klassischen Medien und Produktanbietern ab?
  2. Wie transparent ist sie, im Sinne von: Wo gibt es Interessenkonflikte und wie geht man damit um?
  3. Wo könnte sich die Finanzblogszene hinentwickeln und was wäre wünschenswert?

Diesen Fragen nachzugehen, ihnen mehr Raum auf der eigenen Seite einzuräumen und sie offen zu diskutieren, dazu lade ich alle Leser und Finanzblogger ein. Meine Meinung werde ich durch eine kleine Artikelserie hier auf www.covacoro.de kundtun.

 

Ziel könnte es sein, dass am Ende der Diskussion eine Checkliste oder ein Kodex entsteht, welche Angaben wir unseren Lesern bereitstellen sollten, getrennt für kommerzielle und nichtkommerzielle Finanzblogs.

 

Da ich seit 2015 blogge, bin ich gewissermaßen gerade erst über das Rookie-Stadium hinaus, andererseits habe ich die Entwicklung der letzten 3 Jahre dadurch besonders aufmerksam verfolgt. Ich bin mir sicher, dass viele Finanzblogger, obwohl oder gerade weil sie in das Thema Quereinsteiger sind, nützliches Wissen mit ihren Lesern teilen und damit helfen, Probleme und Fehler auf den Gebieten Vermögensbildung und Geldanlage anzugehen. Allerdings bin ich mir unsicher, ob Leser und Konsumenten wirklich willens sind, hinter die Kulissen zu sehen und ihr Verhalten zu hinterfragen. Diese Skepsis ist auch einer der Gründe, weshalb mein Blog nichtkommerziell bleiben wird.

 

An den Finanzmärkten bin ich dagegen deutlich länger unterwegs (siehe meine Seite Über mich) und die Entwicklung des World Wide Web seit 1995 verlief nahezu parallel zu meinen Entwicklungsschritten an der Börse. Ohne eine gewisse, kritische Grundhaltung und ein Hinterfragen von angebotenen Informationen und beworbenen Produkten wäre ich jetzt entweder pleite oder hätte soviel Lehrgeld gezahlt, dass ich möglicherweise der Börse den Rücken kehren müßte.

 

Aber ich bin mir auch sicher, dass die Zunahme der Internetaktivitäten und Finanzblogs im deutschsprachigen Raum kein Zufall ist. Ist es nur Anzeichen für eine Krise der etablierten Institutionen und des Vertrauens in sie? Oder bilden sich gerade Blasen an den Märkten wie 2000, wenn Geld verdienen mit Aktien, ETF, Bitcoins etc. zum Kinderspiel wird? Oder bekommt Finanzwissen für immer mehr Menschen einen höheren Stellenwert und das Do-it-yourself Prinzip ist grundsätzlich eine gute Sache? Aber das sind ja bereits Fragen für weitere Artikel ...

 

Daher zurück zum Thema. Ich hoffe, die drei oben genannten Kernfragen werden durch zahlreiche Leser und Blogger aufgegriffen, kommentiert und diskutiert. Falls nicht, könnte ich damit auch leben. Das würde nur zeigen, dass Blogger auch in einer gewissen Blase leben und den Lesern diese Fragen nicht so wichtig sind, wie sie momentan manchem erscheinen.

 

Aber unabhängig davon: Es wäre ein coole Sache, wenn wir solch einen Kodex auf die Beine stellen könnten, egal wieviele Blogbetreiber dann letztendlich mitmachen! Die Banken und Finanzdienstleister haben für etwas Ähnliches mehrere Jahrzehnte benötigt und das heutige Kleingedruckte ist trotzdem nicht gerade klares Deutsch und besonders gelungen. Kann die Finanzblogszene es besser?

 

(c) 2017, Covacoro

 


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Neuigkeiten bei Wikifolio.com

Bildquelle: Pixabay

Bereits seit 2013 führe ich ein wikifolio für Family & Friends. Über die enthaltenen Aktien und seine Wertentwicklung berichte ich hier einmal pro Quartal. Im Großen und Ganzen sehr bequem, so ein Indexzertifikat: Nur ein Wertpapier bildet ein komplettes Depot ab und ist jederzeit an der Börse Stuttgart handelbar. Wesentliche Punkte zu Funktionsweise, Vor- und Nachteilen sowie Kosten kann man in diesem Artikel nachlesen. Heute geht es um zwei Neuerungen, die kürzlich in Kraft getreten sind.

 


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Buchreview: Die AT&S Story (II)

Cover: Die AT&S Story - Covacoro-Buchrezension

Heute veröffentliche ich den zweiten Teil meiner Buchbesprechung zum 2016 erschienenen Titel "Die AT&S Story" von Gerald Reischl. Im ersten Teil, den  man hier nachlesen kann, wurde die Entwicklung des Unternehmens bis zur Finanzkrise beschrieben, die insgesamt sehr erfolgreich verlaufen war.

 

Von 2005 bis 2008 können Jahr für Jahr neue Umsatz- und Gewinnrekorde erzielt werden. Auf dem Gebiet Handys und Digitalkameras erreicht man einen globalen Marktanteil von 14 Prozent. Auf europäischer Ebene sind es 14 bzw. 13 Prozent bei Leiterplatten für die Automobilindustrie bzw. Industriekunden, ein hoher Anteil in einem stark zersplitterten Markt. Der AT&S Konzern scheint bestens aufgestellt.

 

Mit der Finanzkrise Ende 2008 folgt dann aber eine Vollbremsung. Der Umsatz mit Leiterplatten bricht dramatisch ein: im Dezember beispielsweise um 35 Prozent. Hinzu kommt, dass die vorhandenen Geschäftsbereiche (Consumer, Automotive, Industrial) alle gleichzeitig betroffen sind und daher die Diversifizierung der Standorte auf verschiedene Branchen nichts nutzt. 

 

AT&S reagiert mit einem Sparprogramm: in Österreich verlieren mehr als 600 Mitarbeiter ihre Jobs, die Massenfertigung von HDI-Leiterplatten wird komplett nach Asien verlagert und die Kapazitäten deutlich verkleinert. Ebenso werden angrenzende Dienstleistungen wie Bestückung, Test, teilweise Design-Services eingestellt. An den internationalen Standorten muss ebenfalls gespart werden: im südkoreanischen Werk treffen die Entlassungen ein Fünftel der Belegschaft. In Indien wird der Bau des zweiten Werkes abgebrochen und Investitionen bis auf weiteres gestoppt. Am Standort Shanghai in China, zwischenzeitlich zum größten HDI-Werk der Welt herangewachsen, wird reorganisiert und die mittlerweile drei Werke werden zusammengelegt, größere Entlassungen können aber vermieden werden. 

 

Unter dem Strich bleiben in den Geschäftsjahren 2008/9 und 2009/10 trotzdem rote Zahlen. Das Minus belief sich auf 5,8 bzw. 37,6 Millionen Euro und fiel in Summe höher aus als der zuvor in 2007/8 erzielte Gewinn von 41,3 Millionen Euro. Wie sollte es bei AT&S weitergehen? Würde die "DNA des Erfolges" widerstandsfähig sein oder war das Unternehmen so stark geschwächt, dass es zurückfallen würde?

 


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Der Covacoro-Blog benötigt ihre Hilfe!

finanzblog award 2017: ihre Stimme für den Covacoro-Blog

Liebe Leser,

 

das Schreiben auf diesem Blog ist ein Vergnügen und eine Herausforderung zugleich. Regelmäßig und unverdrossen, pointiert und zum Nachdenken anregen, da ist jeder Post aufwendiger als man denkt!

 

Daher eine Bitte: Mein Blog wurde zum comdirect finanzblog award zugelassen und eine Jury wird die Qualität eingereichter Artikel bewerten. Wichtiger aber: es gibt einen Publikumspreis und Sie können ganz einfach über diesen Link oder das Banner links für den Covacoro-Blog abstimmen.

 

Vielen Dank! Sie helfen damit, dass dieser Blog bekannter wird.


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Wie lange halten die Banken das noch durch?

Sind EZB und die niedrigen Zinsen die Hauptursache für die Probleme der Banken?

Unter dieser Schlagzeile erschien dieser Tage ein Artikel der dpa online und wurde vermutlich ebenfalls in zahlreichen Zeitungen für den Wirtschaftsteil übernommen und abgedruckt.

 

Der Untertitel lautete "Ein Ende der Minizinsen ist nicht absehbar. Die Gewinne der Geldhäuser schrumpfen."

 

Die Argumentation bedient sich unter anderem einer aktuellen Umfrage der Bundesbank und Finanzaufsicht Bafin zum Niedrigzinsumfeld bei den Kreditinstituten in Deutschland. So ist es nicht verwunderlich, dass Vertreter beider Institutionen zitiert werden und man nach dem Lesen des Artikels zum Eindruck gelangen kann, dass die niedrigen Zinsen der EZB die Ursache der Misere sind und Handlungsbedarf zur Stabilisierung der Banken besteht.

 

Eine Empfehlung der Bundesbank an die Banken soll die Leser und Verbraucher wohl auf Kommendes vorbereiten: kosten- und risikogerechte Preise - zu gut deutsch: steigende Bankgebühren.

 

Aber ist die Argumentation überhaupt stichhaltig oder wird hier eine vereinfachtes Märchen erzählt? Wie argumentieren die Banken gegenüber Kunden, Mitarbeitern und intern? Wäre es mit ein wenig Recherche möglich gewesen, den Leser umfassender zu informieren? Genau darum geht es im heutigen Blog-Beitrag.

 


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Buchreview: Die AT&S Story (I)

Bereits 2016 erschien im Lindeverlag "Die AT&S Story" von Gerald Reischl, eine ausführliche Rezension fand ich aber nirgends. Daher holen wir das heute im Covacoro-Blog nach!

 

Unternehmens- und Wirtschaftsgeschichte kann sehr spannend sein, gilt es doch die Umbrüche bei Produkten und Technologie zu meistern. Wer die Bestseller über Amazon oder Apple gelesen hat, weiß ebenfalls wie entscheidend die Rolle des Top-Managements ist.

 

Bekannt wurden bisher vor allem die Erfolgs-geschichten amerikanischer Konzerne und ihrer CEOs. In den USA gibt es anscheinend einen viel größeren Kreis von Autoren, die sich damit beschäftigen, und Leserinteresse an ihren Büchern.

 

In Europa sind wir zwar stolz auf unseren Mittelstand und auf die vielen innovativen, "Hidden Champions" genannten Unternehmen. Sie behaupten sich auf dem Weltmarkt, auch wenn sie nie die Größe und Bekanntheit eines Konzerns wie Apple erreichen werden. Aber Bücher oder ausführliche Publikationen über sie gibt es kaum: Wertvolle Ideen und Praktiken gehen so verloren. 

 

Das Buch "Die AT&S Story" ist hier eine positive Ausnahme, da es der Historie eines zunächst kleinen österreichischen Unternehmens nachspürt und sich auch der Frage widmet, wer hier die prägenden Persönlichkeiten sind. Warum wurde das Unternehmen erfolgreich? Was kann man davon verallgemeinern?

  

Die Abkürzung AT&S steht im übrigen für Austria Technologie & Systemtechnik. Ein zunächst etwas sperriger Name, der den Unternehmenszweck nicht sofort preisgibt.

 

Die Technologie um die es geht, ist die Leiterplattenherstellung oder, wie es auch in Lehre und Wissenschaft bezeichnet wird, die Aufbau- und Verbindungstechnik für elektronische Bauelemente. Was sperrig klingt, beschäftigt sich mit sehr kleinen und feinen Strukturen im Nanometerbereich und ist Hightech pur. Leiterplatten in ihrer heutigen Perfektion ermöglichen immer leistungsfähigere und kleinere PCs, Smartphones oder Hörgeräte, stecken aber auch in Industrierobotern, Medizintechnik und vielen weiteren Produkten. 

 

AT&S gehört heute unzweifelhaft zu den weltweit führenden Leiterplatten-Herstellern. Das war nicht immer so, weshalb die Frage lautet: Wie ist das gelungen und was waren die Faktoren, die dazu beitrugen? 

 

Last but not least, stellt der Autor im Untertitel eine Behauptung auf: "Wie ein Unternehmen aus der Steiermark das digitale Zeitalter und die Zukunft mitgestaltet". Kann das Buch diesen Gedanken untermauern und vermitteln, wie man für die kommenden Herausforderungen aufgestellt ist? Wo geht die Entwicklung hin? Fragen über Fragen, genügend Stoff für ein ganzes Buch!

 

Also werfen wir doch einen Blick hinein und auf die Antworten, die es bereithält.

 


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Rückspiegel 08/17

Ist es Zeit dem Markt den Rücken zu kehren? (Bild: Kirchentür, Quelle: pixabay.com)

Der letzte Rückspiegel-Artikel im Juni handelte von Gewitterwolken am Horizont, die in den Wirtschaftsdaten sichtbar wurden:

 

Bremsspuren bei den Verkäufen von PKWs, LKWs und im Einzelhandel in den USA sowie ein rückläufiger Kreditimpuls in USA und China.

 

Das US-Verbrauchervertrauen (University of Michigan) auf das man in diesem Zusammenhang achten sollte, ist im Juli dann leicht auf 93,4 Punkte zurückgegangen, nachdem es im Juni noch bei 95,1 Punkten lag. Morgen werden die vorläufigen Zahlen für August veröffentlicht: Droht ein erneuter Rückgang, wenn auch von einem hohem Niveau, was die Tendenz bekräftigt? Ist es vielleicht Zeit, defensiver zu werden? Was sagen andere Kommentatoren zur aktuellen Situation?

 


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Covacoros Bücherpaket August 2017

Das Bücherpaket von August enthält zwei Bücher, die ich über den Sommer gelesen habe und ein Buch, das schon länger im Bücherschrank bei mir steht. Es stellt gleichzeitig ein Kuriosum dar: die drei Titel ähneln sich bis auf ein paar Nuancen. Die Verlage (und Autoren?) wählen sie offenbar ausschließlich danach aus, was sich hoffentlich gut verkauft. Daher muss immer alles "einfach" sein und irgendwie "genial".

 

So betonen alle die leichte Verdaulichkeit des Sachbuchs, in einer Zeit der verkürzten Internet-News und Twitter-Botschaften, anstatt das Besondere zu würdigen und das ein Thema umfassend betrachtet wird. Manche Interessenten werden solche Titel sogar abschrecken hinter den Buchdeckel zu schauen! Das wäre bei diesen drei Büchern aber ein Fehler und daher stelle ich sie heute vor.

 


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Mit wem man investieren soll

Wem vertrauen wir unser Geld an und mit wem gemeinsam investieren?

Bereits Ende Juni landete eine Email in meinem Postfach, deren Betreff-Zeile eine wilde Aufzählung enthielt: Singularity, slack, Peterson Capital, Pabrai, Mad minute, usw. usf.

 

Wie sich bald herausstellte, war es kein Spam, sondern der Newsletter von Guy Spier, einem Value-Investor und alleinigen Manager des Aquamarine Fund.

 

Sein Buch "Die Value-Investor Ausbildung" ist längst ein Klassiker und sehr lesenswert, weil es den Blick auf das Umfeld, auf Charakterzüge und Verhaltensweisen sowie Methoden als Basis für Erfolg oder Scheitern beim Investieren lenkt. Ich hatte es kurz zuvor in meinem Blog vorgestellt. Man könnte also sagen, Value-Investoren finden Value-Investoren, Filterblase im Web, carry on. Aber an einem der verlinkten Artikel bin ich hängengeblieben, er trägt den Titel: With whom would I invest.

 


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Wikifolio-Auswertung Q2/2017

 

Nach der Sommerpause im Blog ist es wieder Zeit, das erste Halbjahr 2017 zusammen-zufassen. Mein Wikifolio hat sich in 2017 erfreulich entwickelt, auch wenn es die Short-Attacke von Gotham City auf Aurelius im 1. Quartal zu verkraften hatte. Bis 30.06. betrug die Wertentwicklung plus 8,2 Prozent und lag damit geringfügig über der des DAX. Stand heute ist es knapp 12 Prozent im Plus und es wurden auch wieder neue Höchststände erreicht. Aber gehen wir der Reihe nach vor: Transaktionen, Wertentwicklung und Ausblick.

 


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Halbzeit & Blogfavoriten

Der Covacoro-Blog macht Sommerpause in Norwegen.
Bildquelle: pixabay

Im ersten Halbjahr 2017 habe ich insgesamt 25 Blog-Artikel veröffentlicht. Dabei war hoffentlich für jede(n) etwas Interessantes dabei, denn der Bogen der Themen war bewußt weit gespannt: Zum Beispiel habe ich einen Small Cap aus Österreich, die FACC AG vorgestellt (Teil 1, Teil 2), der als Zulieferer der Luftfahrtindustrie tätig ist und ausführlich von der Hauptversammlung der Francotyp Postalia AG in Berlin berichtet.

 

Aktuelle Probleme der Finanzmärkte wurden in drei Rückspiegel-Artikeln (A, B, C) genauso diskutiert, wie zeitlose Fragen: Performance-Messung, Kosten und Benchmarks.

 

Interessante Bücher für Investoren und Anleger habe ich in der Rubrik Bücherpaket vorgestellt, vier Neuerscheinungen wurden dabei ausführlich rezensiert:

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Buchreview: Des Teufels Banker

Rezension des Buches "Des Teufels Banker" von Bradley Birkenfeld

Heute möchte ich das Buch "Des Teufels Banker" von Bradley Birkenfeld rezensieren.

 

Man kann es aus drei Perspektiven lesen: Erstens als Wirtschaftskrimi über den Fall des Schweizer Bankgeheimnis. Man erfährt interessante Details über die involvierten Banken und Institutionen sowie über die handelnden Personen.

 

Zweitens als Kampf David gegen Goliath, wobei der Whistleblower es nicht nur mit seinem ehemaligen Arbeitgeber zu tun bekommt, sondern ebenfalls mit den unterschiedlich gelagerten Interessen der verschiedenen Behörden in den USA, wie Justizministerium, IRS usw., die Aufklärung, Strafverfolgung und öffentliche Interessen ganz unterschiedlich interpretieren.

 

Drittens und wohl am interessantesten: Das Buch aus dem Blickwinkel Psychologie und Wertvorstellungen zu betrachten. Es prallen menschliche Schwächen aber auch Stärken aufeinander, es geht um Überzeugungen und Werte. Die Wandlung des Autors vom Saulus (Privatbanker, der seinen Kunden diskret die Steuervermeidung ermöglicht und daran glänzend verdient) zum Paulus (einem Whistleblower, der das System offenlegt, Namen nennt und sich daran nicht mehr beteiligt) wirft viele Fragen auf:

 

Was ist legal und was ist richtig? Wo und wann überschreitet man eine Grenze? Ist die Geschichte Birkenfelds glaubhaft und welche Verantwortung hat jeder Einzelne, der in großen Unternehmen arbeitet? Würde man selbst genauso handeln unter ähnlichen Umständen? Wie weiß man, ob man das Richtige tut, wenn man "gewisse Dinge" zur Sprache bringt und nach Klärung sucht?

 

Für mich ist es daher nicht verwunderlich, dass das Buch meines Wissens in den USA bisher unveröffentlicht ist, in der Schweiz eher negativ als weiterer Rachefeldzug aufgenommen wird, aber in Deutschland schon auf einer Bestsellerliste steht. Vielleicht bewirkt ja meine Rezension, dass noch mehr Leser es zur Hand nehmen und sich diesen unbequemen Fragen stellen, eben sich eine eigene Meinung bilden?

 


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Rückspiegel 06/17

Rapsfeld mit Gewitterwolken, Quelle: pixabay.com

Sommerliche Temperaturen, steigende Kurse an den Börsen weltweit: daran könnte man sich gewöhnen.

 

Und in der Tat sind ja Unsicherheiten weggefallen, die die News beherrschten und die Entwicklung belastet haben, zum Beispiel die Wahlausgänge in Frankreich und Großbritannien.

 

Trotzdem zeigen sich für den aufmerksamen Beobachter weitere Gewitterwolken am Horizont und da sie mit Wirtschaftsfragen und den Unternehmen selbst zu tun haben, sind sie ernster zu nehmen als die politischen Unwägbarkeiten. Im folgenden Artikel stelle ich einige Punkte kurz vor.

 


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Dynamische Hauptversammlung bei FP

Am 7.06. fand in Berlin die ordentliche Hauptversammlung der Francotyp Postalia AG statt, an der ich teilgenommen habe. 

Den Weg ins Ludwig Erhard Haus hatten ca. 60 Aktionäre, Mitarbeiter und Investoren gefunden, vom Grundkapital der AG waren damit ca. 45 Prozent anwesend.

 


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Die Investor Feedback Loop

Osterkorb, Bildquelle: Fotalia, freie Lizenz

Investieren ist ein Marathon-Lauf oder genauer eine ganze Serie davon.

 

Trotz Wissen, Vorbereitung und Training wird man im Verlauf auch vor unerwarteten Krisen und Herausforderungen stehen und manchmal kurz davor sein aufzugeben.

 

 

Oftmals in Folge von Fehlern, wie sich selbst zu überschätzen, seinen eigenen Prognosen zuviel Wert beizumessen oder sich die Kräfte nicht richtig eingeteilt zu haben.

 

Aber: An der Börse geht es nicht um Gewinnen oder als Erster durchs Ziel zu kommen, sondern darum, überhaupt anzukommen und selbst gesteckte Ziele zu erreichen. Selbst gesteckt möchte ich dabei betonen: Niemand muß die Wertentwicklung eines bestimmten Index zum alleinigen Maßstab für sein Portfolio übernehmen, auch wenn es überall geschrieben und verkündet wird.

 

Im heutigen Artikel geht es also darum, welche Kennzahlen und Statistiken analysiert werden sollten, damit ein Portfolio adequat überwacht wird und ein Lernprozess in Gang kommen kann, damit man den Marathon sicherer und schneller bewältigen kann: ich nenne es die Investor Feedback Loop.

 


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Covacoros Bücherpaket Juni 2017

Das heutige Bücherpaket enthält zwei Klassiker und eine nicht mehr ganz taufrische Neuerscheinung. Die Bücher eint, dass Autoren und Interviewpartner sehr persönliche, individuelle An- und Einsichten zu Finanzen und zur Vermögensanlage preisgeben. An ihren Fehlern und Erfahrungen teilhaben zu können, ist sehr wertvoll und mindestens so wichtig, wie eine solide theoretische Basis auf diesem Gebiet. Deshalb möchte ich diese Bücher kurz vorstellen und meinen Lesern zur Lektüre empfehlen.

 


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Gastartikel: Warum ETF´s (von der Finanzindustrie) so geliebt werden

Quelle: Pixabay, Geralt

Heute veröffentliche ich erneut einen Gastartikel von Beate Grützner, die als Finanz-Coach, Seminarleiterin und freiberufliche Autorin in Dresden tätig ist.

 

Wer mehr über ihre Vita und Angebote erfahren will, sollte www.beategruetzner-finanzen.de einen Besuch abstatten.

 

Als Diplomökonomin und jahrelang in der Bankbranche tätige Fachfrau wirft Sie einen kritischen Blick auf das Phänomen ETF. Ihre Meinung ist akzentuiert, detailliert und bedenkenswert. Fragen zu diesem Artikel werden gern beantwortet: Hier in den Kommentaren oder auch direkt über das Kontaktformular auf Ihrer Webseite. Und los geht's!

 


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Diversifikation 3.0

Osterkorb, Bildquelle: Fotalia, freie Lizenz

Immer wieder stoße ich darauf, auf dieses Zauberwort: Diversifikation.

 

Man soll niemals alle Eier in den selben Korb legen, sondern stattdessen so viel wie möglich streuen oder diversifizieren, das würde das Risiko senken.

 

 

Und immer wieder regen sich dann die Widerspruchsgeister, bestätigt doch meine Lebenserfahrung eher das Gegenteil: Fokus und Engagement führen zu besseren Ergebnissen, als auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen. Risiken werden beherrschbar, wenn man Zusammenhänge versteht und Fehler deshalb eingrenzen kann, statt darauf zu vertrauen, dass der Fehler nur einen kleinen Teil des Systems betreffen wird, weil sich hunderte unabhängige Elemente darin befinden.

 

Wie ist das also mit der Diversifikation? Gilt für die Geldanlage etwas Anderes als im allgemeinen Lebensumfeld? Eine Spurensuche.

 


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Rückspiegel 04/17

Ein arbeits- und ereignisreicher April liegt hinter uns und es ist Zeit für einen Blick in den Rückspiegel!

 

Los geht es mit einigen Anmerkungen zur Entwicklung bei Aurelius, Dialog Semiconductor und Manz, die sich in meinem Wikifolio befinden.

 

 

Danach möchte ich drei Artikel vorstellen, die kürzlich erschienen und lesenswert sind.

 


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Eigene Meinung statt Herdentrieb

Gefrierende Seifenblase,  Bildquelle: Pixabay/rihaij
Gefrierende Seifenblase

Vor genau 2 Jahren ging diese Webseite online und hat bisher ungefähr 27000 Leser erreicht. Im heutigen Internet ist das eine kleine Zahl.

 

Andererseits ist es für eine Webseite, die sich nicht auf die populären Trends fokussiert, keine Patentrezepte liefert und auch selektiv und im Durchschnitt nur 4 bis 5 Artikel im Monat veröffentlicht, gar nicht schlecht.

 

Ich werde weiterhin die eigene Meinung und das Querdenken in den Mittelpunkt stellen und versuchen, stets etwas zu veröffentlichen, das neue Aspekte, eine differenziertere Sicht oder konträre Gedanken enthält. Den 57. Artikel zu passivem Investieren, zu Dividenden-Aktien, zu Warren Buffet oder wie man die finanzielle Freiheit erreichen kann, wird es nicht geben.

 

Ich bin dankbar für alle jene Finanzblogger und Journalisten, die das als wertvoll anerkennen und unabhängig von ihrer eigenen Strategie und Meinung, meine Artikel teilen, verlinken oder zitieren. Die Filterblase ist allgegenwärtig: Manche Internetnutzer bemühen sich eifrig den eigenen Horizont einzufrieren, statt ihn zu erweitern.

 


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Covacoros Bücherpaket April 2017

Heute im Schnelldurchgang drei Kurzvorstellungen von lesenswerten Büchern, die ich über Ostern im Urlaub gelesen habe. Heute garantiert börsenfrei, dafür sind erstaunliche Geschichten dabei!

 


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Wikifolio-Auswertung Q1/2017

 

Ein turbulentes erstes Quartal liegt hinter dem Wikifolio und heute möchte ich die wesentlichen Ereignisse und Entwicklungen zusammenfassen. Das Depot konnte im Januar und Februar zunächst deutlich zulegen, um 2.8 bzw. 1.9 Prozent um genau zu sein, und markierte bis 20.März erneut neue Höchststände. In der Spitze lag das Plus in 2017 bei 7.5 Prozent - knapp 3 Prozent vor dem DAX zu diesem Zeitpunkt. Dann ereignete sich jedoch die Short-Attacke von Gotham City Research auf Aurelius, die den Kurs nach einem Anstieg von 57 auf 67 Euro seit 1.01.2017 zeitweilig auf 35 Euro abstürzen ließ. Damit verwandelte sich der positive Performancebeitrag von Aurelius in einen negativen: zum 31.03. verblieb für das Wikifolio insgesamt nur ein Plus von 1.5 Prozent. Aber gehen wir der Reihe nach vor: Transaktionen, Portfolioübersicht, Zahlen und Ausblick.

 


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Buchreview: Vertreibung aus dem Paradies

Hans-Lothar Merten ist gelernter Bankkaufmann und studierter Betriebswirt. Er arbeitet als freier Publizist mit den Schwerpunkten Finanzen und Steuern seit mehr als 20 Jahren.

 

Im Finanzbuchverlag ist jetzt sein Buch "Vertreibung aus dem Paradies" erschienen, das sich mit der Geschichte und aktuellen Situation der Steueroasen auseinandersetzt.

 

Der Autor beschäftigt sich seit langem mit Themen wie Steuerflucht und Steueroasen. Während er früher Ratgeber schrieb, wie das Geschäft funktioniert, sind seine letzten Publikationen kritischer und nachdenk-licher geworden. Sind Steueroasen also ein Auslauf-modell? Ändert sich gerade alles zum Guten? Was kann man aus der Geschichte lernen?

 


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Neuigkeiten bei Wikifolio.com

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Bereits seit 2013 führe ich ein wikifolio für Family & Friends. Über die enthaltenen Aktien und seine Wertentwicklung berichte ich hier einmal pro Quartal. Im Großen und Ganzen sehr bequem, so ein Indexzertifikat: Nur ein Wertpapier bildet ein komplettes Depot ab und ist jederzeit an der Börse Stuttgart handelbar. Wesentliche Punkte zu Funktionsweise, Vor- und Nachteilen sowie Kosten kann man in diesem Artikel nachlesen. Heute geht es um zwei Neuerungen, die kürzlich in Kraft getreten sind.

 


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The same procedure as every year, James

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Anfang 2013 habe ich mich auf der Seite Sharewise.de angemeldet, vor allem um meine Aktienkäufe und -verkäufe komfortabel tracken zu können und die Depotfunktionen zu nutzen.

 

Es ergaben sich viele Kontakte, man hat über Aktien diskutiert und das Ranglistendepot wurde automatisch und unbestechlich inklusive Transaktionskosten geführt.

 

Soweit so gut.

 

Die integrierte Rangliste schloss zum Beispiel Pennystocks aus, ermittelte automatisch die Unter- oder Outperformance im Vergleich zu einem Index, woraus ein "Skill" errechnet wurde und die Webseite schien auf einem guten Weg, mit hilfreichen Funktionen und Statistiken diejenigen Anleger zu unterstützen, die ihren Investmentprozess verbessern wollten.

 

Zwei Jahre später kam das erste größere Update und Sharewise wurde noch bunter. Aber die Bedienung nicht unbedingt besser und einige geliebte Features blieben auch auf der Strecke, wie zum Beispiel der Depotvergleich zwischen Sharewise-Nutzern. Dafür konnte man sich einen Ticker und Stream einrichten sowie News und Aktualität nahmen einen größeren Raum ein. Der neue Eigentümer (Minkabu) führte auch gleich seinen Aktien-Algorithmus mit ein und Reuters-Finanzdaten. Aber trotz oder wegen all dieser Neuerungen: das Handling der Empfehlungen, der Depots und eine systematische Auswertung standen nicht mehr so im Fokus und so gibt es seit 2015 diesen Blog und mein Performance-Tracking zog um: Heute nutze ich weitestgehend das Programm Portfolio-Performance für mein Wikifolio und Depot.

 

Getreu dem Motto "The same procedure as every year, James" steht nun wieder ein Update an und es wird die gute alte Rangliste betreffen. Sie wird abgeschaltet und durch eine neue Version ersetzt. Um die Outperformance gegen Indizes geht es nicht mehr, nackte Rendite-Zahlen sollen für sich sprechen und die starren Regeln zu Kauf/Verkauf usw. sind passe'. Leider aber auch die Historie der bereits angemeldeten Nutzer. Also habe ich heute die Depot- und Orderdaten gerettet und auf 4 Jahre zurückgeschaut. Was mir dabei aufgefallen ist, darum geht es im folgenden Artikel!

 


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